Thermische Längenausdehnung

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Kunststoffe und Metalle unterscheiden sich fundamental in der Art Ihres atomaren Aufbaus sowie der Art der chemischen Bindung. Dies zeigt sich u.a. daran, dass die thermische Längenausdehnung bei Kunststoffen etwa 10mal größer ist als bei Metallen.

Sie wird gekennzeichnet durch den thermischen Längenausdehnungskoeffizienten α (mm/m K). Die Größe der Längenänderung wird beeinflusst durch den Längenausdehnungskoeffizienten α, der das Verhalten des Kunststoffes im Verhältnis zur Temperatur beschreibt.

Geprüft wird der Längenausdehnungskoeffizient nach der DIN 53752 und gibt an, um wie viel sich die Länge eines Kunststoffteils vergrößert, wenn die Temperatur um 1 K erhöht wird. Einige Längenausdehnungskoeffizienten der häufigsten Rohr- Kunststoffe können sie der Tabelle entnehmen.

Bei der Rohrverlegung ist prinzipiell die thermische Längenänderung zu berücksichtigen. Diese kann wie folgt berechnet werden:

Formel1

Tabelle1

Kunststoff Längenausdehnungskoeffizient
α (mm/m K)
ABS 0,10
PA 0,10
PA 12
0,144
PE 0,15 - 0,20
PP 0,16 - 0,18
PPS 0,15
PVC-U 0,07 - 0,08
PVC-C 0,06 - 0,07
PVDF 0,12 - 0,18

Tabelle: Längenausdehnungskoeffizienten von Kunststoffen
Quelle: Georg Fischer GmbH, Albershausen