Recyclingfähigkeit und Nachhaltigkeit

100%ige Recyclingfähigkeit und Nachhaltigkeit (insbesondere Thermoplaste) FeedbackE-Mail

  • Thermoplastische Kunststoffe sind 100% recyclingfähig (Schreddern der Baustellen-“Abfälle“ - Wiederverwertung durch bekannte Herstellungsverfahren wie Spritzgießen oder Extrusion), siehe Grundwissen-Recycling
  • Das sortenreine Recycling der Produktionsabfälle (Anguss, fehlerhafte Teile, etc.) ist Stand der Technik
  • Bundesweites Recycling des Altmaterials nimmt von Jahr zu Jahr zu.
  • Voluntary Commitment (Freiwillige Selbstverpflichtung der Kunststoffrohrindustrie) für das Recycling von Kunststoffrohr-Altmaterial innerhalb Deutschlands durch den KRV (europäisch durch TEPPFA)
  • Das Recycling von PVC-Rohren, PVC-Fensterrahmen, PVC-Bedachungen und PVC-Fußbodenbelägen wird im Rahmen der Recovinyl-Initiative des Vinyl 2010-Programms der PVC-Industrie gewährleistet.

 

 

 

Bild_Kunststoffabflle

Bild: Sammlung von Kunststoffrohr-Altmaterial bzw. Wertstoffen in Gitterbox-Paletten für das Kunststoff-Recycling
Quelle: KRV, Bonn

Kunststoffe sind nachhaltig, weil sie Ressourcen schonen wie kaum ein anderer Werkstoff. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften leisten sie entscheidende Beiträge zum Nutzen für den Verbraucher, zur Wirtschaftlichkeit und zur Umweltverträglichkeit der Produkte.

Rohstoffe für die Herstellung von Kunststoffen sind kohlenstoffhaltige Quellen wie Erdöl oder Erdgas. Kunststoffe verbrauchen nur etwa nur 4% des Erdöls und Erdgases vom europäischen Gesamtverbrauch. Mehr als 4/5 werden für Heizung, Verkehr und Energie aufgewendet und damit verbrannt.

Einsparung von kostbaren Ressourcen

Möchte man Ressourcen spürbar einsparen, so gilt es, vor allem in den aufgeführten Verbrauchsbereichen anzusetzen. Hier liegt die wesentliche Leistung der Kunststoffe für die Schonung der lebenswichtigen Ressourcen. Die Verwendung des Werkstoffs hilft beim Gebrauch der Produkte in mehrfacher Hinsicht kostbare Ressourcen einzusparen, wie beispielsweise beim Automobil (Einsparung von Kraftstoffverbrauch), bei Rohrleitungen, Gebäudeisolierungen (hohe Einsparung von Heizöl) oder als Verpackung (Gewichtsersparnis, Schutz, Energieeinsparung). Haben die Kunststoffprodukte Ihre Lebensdauer überschritten und in ihrer Funktion ausgedient, lassen sie sich zu jeder Zeit wieder leicht recyceln. Kunststoffe können auf drei unterschiedliche Arten verwertet werden:

- werkstofflich
- rohstofflich oder
- energetisch

Innovationen in Kunststoff schonen die Ressourcen

Innovationen in der konstruktiven Gestaltung bei den heutigen Kunststoffprodukten haben zu erheblichen Materialeinsparungen geführt. Gemäß einer Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM in Wiesbaden) sowie der Gesellschaft für Umfassende Analysen (GAU in Wien) ist der Frage nachgegangen, was passieren würde, wenn z.B. alle Kunststoffverpackungen in Deutschland durch andere traditionelle Werkstoffe substituiert werden würden.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Verpackungsgewicht vervierfachen und das resultierende Abfallvolumen verdoppeln würde. Doppelt so hoch wären auch die Treibhausgasemissionen sowie die Kosten. Der gesamte Energieverbrauch würde auf das 1,5 fache steigen. Ein Rohr aus Steinzeug ist ungefähr viermal und ein Rohr aus Gusseisen fünfmal schwerer als ein Kunststoffrohr. Somit kann beim Transport & Logistik kostbare Energie eingespart werden. Das gleiche gilt beispielsweise beim Kraftfahrzeug. Heute sind bereits etwa 2000 Bauteile eines Autos aus dem leichten Kunststoff und sorgen damit für eine kostbare Ressourcenschonung (deutliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs) sowie für die drastische Co2- Reduzierung.

Ökologische Aspekte – Kunststoffrohre haben beispielsweise eine fünfmal bessere Ökobilanz als Stahlrohre.

Grafik_kobilanz

Grafik: Ökobilanz von Rohren - Vergleich verschiedener Rohrleitungsmaterialien für Versorgung, Haustechnik und Industrie
Quelle: Studie von S. Büssner und R. Frischknecht, ESU-services Ltd. im Auftrag von Georg Fischer Piping Systems, 2008

Kunststoffe – der nachhaltige Werkstoff des 21. Jahrhunderts

√ Kunststoffe sind also nachhaltiger im Vergleich zu anderen Werkstoffen, siehe Grafik Ökobilanz von Rohren.

√ Kunststoffe sind effizient in der Herstellung.

√ Kunststoffe tragen aufgrund ihrer Vielseitigkeit sowie des geringen spezifischen Gewichtes vor allem in der Gebrauchsphase der Produkte erheblich zur Ressourcenschonung bei.

√ Kunststoffe lassen sich nach ihrem Gebrauch auf vielfältige Weise ohne hohem Energieaufwand leicht wieder verwerten. Damit wird die Energie des natürliches Erdöls mehrmals genutzt und steht ganz am Ende der Recyclingprozesse für die energetische Verwertung zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, das sich die ökologischen und ökonomischen Kunststoffe zunehmend in neuen Anwendungsbereichen erfolgreich durchsetzen und zum Werkstoff des 21. Jahrhunderts aufsteigen.