Raketenpflugverfahren

Raketenpflugverfahren FeedbackE-Mail

Eine Unterart des Pflugverfahrens, insbesondere für Rohrmaterialien deren zulässige Biegeradien für den normalen Pflug zu groß sind, ist das Raketenpflugverfahren. Der Verfahrensablauf ist identisch, einzig das Einbringen der Rohrleitung erfolgt in Längsrichtung.

Das Rohr wird direkt an ein Verdrängerteil (Rakete) montiert und in den damit geschaffenen Hohlraum eingezogen. Mit dem Verdrängerteil können Hohlräume bis 500 mm Durchmesser hergestellt werden. Das bedeutet, der Rohrstrang wird zusammen mit dem Plugschwert über die gesamte Verlegelänge gezogen. Durch die deutlich höheren mechanischen Belastungen müssen die Rohrleitungen einen zusätzlichen Rohraußenschutz aufweisen.

Gleichzeitig können mit Hilfe eines auf das Verdrängerteil montierten Verlegeschachtes zusätzliche Leitungen und Trassenbänder verlegt werden. Beim Raketenpflugverfahren® wird der 200 - 300 m lange, vorgestreckte Rohrstrang hinter der Startgrube ausgelegt und mit dem Pflugvortrieb eingezogen. Die entstehenden Zugkräfte am Leitungsstrang werden mit Hilfe einer Messeinrichtung überwacht. Dabei ist zu beachten, dass die zulässigen Zugkräfte der Rohrleitung und der Verbindung nicht überschritten werden. Die Länge des Rohrstranges wird durch die Zugkräfte begrenzt.

Bild23_Raketenpflugverfahren